Pokemon Go – Wie Fahrschulen den Hype für sich nutzen können

In den sozialen wie etablierten Medien und sogar im US-Wahlkampf: Die neue App „Pokémon Go“ ist das Thema Nummer eins. Der Hype um das Spiel ist weltweit enorm und ganz gleich, was Sie davon halten: Auch als Fahrschule können Sie davon profitieren. Wir geben Ihnen Tipps und Ideen, wie Sie das Pokémon-Fieber zielgruppengerecht nutzen und was Sie rechtlich beachten müssen.

Erklärung: Was ist Pokémon Go überhaupt?

Die kleinen Taschenmonster (Pokémon ist die Abkürzung für Pocket Monsters) hatten ihre Blütezeit Anfang der 2000er, als neben der Serie auch Spiele für den Gameboy erschienen. Seither gab es neue Spiele mit neuen Monsters für diverse Konsolen.

Weshalb also jetzt der Hype? Pokémon Go nutzt Augmented Reality. Das heißt, dass das Spiel in die reale Welt eingebaut wird. Via Kamerafunktion des Handys erscheinen die Pokémons auf der Straße. Öffentliche Orte werden zu sogenannten Pokéstopps oder zu Arenen, in denen man kämpfen kann. Das Spiel wird also in die reale Umgebung integriert.

Das Ziel des Spiels: Möglichst viele verschiedene Pokémon fangen und sie stärker machen beziehungsweise weiterentwickeln. Dafür muss der Spieler seine Umgebung erkunden, da es an verschiedenen Stellen auch unterschiedliche Pokémon gibt. Um diese zu fangen, braucht es Pokébälle, die es an den Pokéstopps gibt.

Wie lässt sich das Thema für Marketing nutzen?

Marketing klappt bekanntlich umso besser, wenn der Inhalt für die Zielgruppe relevant ist. Da liegen Sie derzeit mit „Pokémon Go“ richtig, denn während es die einen lieben, schütteln andere den Kopf. So oder so: Das Spiel wird diskutiert. Damit Ihre Fahrschule teil dieser Diskussion wird, kommen hier ein paar Ideen.

Tipp 1: Welches Pokemon treibt sich in der Fahrschule herum?

Die App ist kostenlos und intuitiv zu bedienen. Laden Sie sie herunter, um sich selbst ein Bild zu machen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit taucht über kurz oder lang auch ein Pokémon bei Ihnen in der Fahrschule auf. Die App ist so konzipiert, dass Sie Pikachu und Co auch direkt in der Umgebung fotografieren können.

Machen Sie also ein Foto und verbreiten Sie es über Social Media z.B. mit den Worten: „Wir haben ein (Name des entsprechenden Pokémons) in unserer Fahrschule gesichtet. Mal sehen, ob es bis zum Theorieunterricht um 18 Uhr bleibt.“ So verknüpfen Sie einerseits Ihre Botschaft mit einem aktuellen Thema und sorgen zudem für Unterhaltung.

Tipp 2: Das Fahrschulauto wird zum Pokemon

Äußerst beliebt ist derzeit die Variante, das eigene Produkt als Pokémon zu platzieren. Mit etwas grafischen Geschick, können Sie diese Idee ebenfalls nutzen. Ihr Pokémon könnte zum Beispiel der Fahrschulwagen sein. Garniert mit einem Slogan wie: „Du willst dieses wilde (Automarke) beherrschen? Wir bilden dich aus zum „Trainer“. Melde dich noch heute an “ oder „Mehr PS als alle deine Pokémons – unser Fahrschulauto. Jetzt den Führerschein machen und unseren (Marke des Autos) bändigen“. Diese Variante bietet sich für Social Media wie auch für Werbekampagnen online wie offline an.

Wie dies aussehen kann, hat unter anderem das Social-Media-Team des Schokoriegels Pick up! gezeigt:

Tipp 3: Auf zu neuen Pokéstopps

Pokéstopps sind wichtige Orte, um Pokébälle und andere Items (für das Spiel relevante Gegenstände) zu finden. Die App projiziert diese an markanten Orten wie an öffentlichen Gebäuden, Statuen, Parks und ähnlichem. Das Problem für Jugendliche auf dem Dorf: Hier gibt es oftmals keine oder nur wenige Stopps. Diese Info können Sie nutzen. Beispiel: „Keine Pokébälle mehr und der nächste Stopp ist weit entfernt? Jetzt den Führerschein machen!“

Auch wenn sich Ihr Unternehmen in der Stadt befindet, können Sie darauf hinweisen, wie bequem es ist, wenn man mit dem Auto auf die Jagd gegen kann. Beispiel: „Wunde Füße von der Pokémon-Jagd? Dann fahr doch einfach zum nächsten Pokéstopp.“

Dieses Thema lässt sich sowohl über Social Media wie auch mit einer klassischen Werbeanzeige verbinden. Achten Sie darauf, dass Ihre Werbebotschaft so formuliert ist, dass Sie nicht zum Monster sammeln während der Autofahrt aufrufen. Das Smartphone hat bekanntlich am Steuer nichts zu suchen.

Das Thema Pokéstopps sollten Sie zudem beobachten, denn Pokéstopps lass sich kaufen heißt: Sie können Ihr Unternehmen zu einem solchen machen. Wenn der Hype anhält, ist es für Ihre Kunden nicht uninteressant, wenn Sie beim Besuch des Theorieunterrichts auch noch ein paar Items mitnehmen können.

Tipp 4: Werdet erwachsen!

Sie können mit Pokémon so gar nichts anfangen und wollen den Hype nicht unterstützen? Das ist Ihr gutes Recht. Deshalb sollten Sie trotzdem nicht auf das Thema verzichten, wenn es um Marketing geht. Denn genau wie die Befürworter gibt es auch Kritiker. Nicht wenige halten Pokémon Go für kindisch. Werben Sie doch mit Slogans wie: „Trainiere keine Monster, trainiere deine Fahrkünste“. Eine Anspielung, die bei der derzeitigen Diskussion jeder versteht und die sicher für Aufmerksamkeit sorgt. Der Slogan sollte dabei aber so gewählt werden, dass Sie den eifrigen Spielern nicht zu sehr vor den Kopf stoßen.

Rechtliches: Worauf müssen Sie achten?

Wenn Sie einfach nur Ihre Erfahrungen mit der App via Social Media mitteilen wollen, müssen Sie sich keine großen Gedanken machen. Anders ist es, wenn Sie das Thema mit einer direkten Werbebotschaft verbinden. Nutzen Sie keinesfalls Logos oder ein Pokémon für Ihre Werbung. Diese sind markenrechtlich geschützt. Wenn Sie den Eindruck einer möglichen Kooperation mit Nintendo erwecken, können Sie abgemahnt werden. Die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke hat einen Leitfaden verfasst, was erlaubt ist und was nicht: http://rechtsanwalt-schwenke.de/pokemon-go-im-marketing-rechtliche-grenzen-und-praktische-risiken/

 

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